PM 03.03.13

Nazis blockieren statt trauern und frieren

Unter dem Motto „Kein bisschen Friede. Nazis und Opfermythos zerdeppern“ mobilisieren Chemnitzer Antifaschist_innen zur Verhinderung des Naziaufmarschs am 05.03. Noch immer können Nazis alljährlich ungestört ihren Trauermarsch durchführen und dabei Nationalsozialismus und Volksgemeinschaft propagieren. Stadt und Polizei gehen dabei Hand in Hand bei der Verhinderung notwendigen Protests gegen Sachsens zweitgrößten Naziaufmarsch. Protestierende werden als Störer_innen verunglimpft und mit Schikanen überzogen, als seien sie das eigentliche Problem an dem Tag.

Wir sind wild entschlossen, den Nazis dieses Jahr den Tag zu vermiesen und ihren Marsch zu verhindern“ so Ulli Katlewski von der Antifaschistischen Aktion Karl-Marx-Stadt, „dabei gilt unsere Intervention nicht allein den Nazis, sondern wir kritisieren auch die verklärte Opferinszenierung im offiziellen städtischen Gedenken und weisen das Konzept des Friedenstages vehement zurück.

Die Antifaschist_innen rufen alle auf, an diesem Tag den Naziaufmarsch zu verhindern. Gleichzeitig kritisieren sie die städtischen Veranstaltungen, die der nationalsozialistischen Chemnitzer_innen als vermeintliche Opfer gedenken und damit die Stichworte liefern, die neonazistische Geschichtsrevisionist_innen brauchen, um gesellschaftlich legitimiert zu
erscheinen.

Zum weitab des Naziaufmarsches stattfindenen Friedenstag bemerkt Ulli Katlewski: „Nicht nur räumlich, sondern auch inhaltlich stellt die Veranstaltung damit einen wenig geglückten Versuch der Auseinandersetzung mit Neonazis dar. Um so mehr freuen wir uns, dass Innenminister und sächsischer Polizeipräsident unserer Einladung folgen wollen und Herrn Reißmann diesmal vor Ort auf die Knüppelfinger schauen.

Informationen unter:
Ulli Katlewski
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