Archiv für Februar 2013

Aktuelles

Nazis starten ab Südbahnhof: Inzwischen haben die Nazis ihren Treffpunkt bekannt gegeben. Es ist wie 2012 18 Uhr Südbahnhof. Angekündigt werden als Redner der “parteifreie Aktivist” und Anmelder des Dresdener Aufmarsches Maik Müller, der Chemnitzer Kameradschaftler und Wortführer der NSC Maik Arnold und der Radeberger NPD Stadtrat Simon Richter.

Alle Termine gibt es hier, demnächst auch eine aktualisierte Karte.

Pazifisten-Fimmel

Was passiert, wenn der Chemnitzer Friedenstag in Gestalt von Aktion C und mit „großem Interesse bei Lehrern, Erziehern und Schülern“ zum „intellektuellen Austausch über Krieg und Frieden sowie Gewalt und Toleranz“ anregt, ist derzeit in der Freien Presse zu besichtigen. Täglich wird nun im Bild ein geschaffenes „XXL-Plakat“ aus „reißfestem“ Material des Sächsischen Textilforschungsinstituts Vliesbahnen vorgestellt, als Ergebnis der Befassung der „Kinder und Jugendlichen mit der deutschen Geschichte und besonders dem Zweiten Weltkrieg“ (Zitate Amtsblatt 27.02.13). Einen besonders schönen Beleg für die dabei erzielten Lerneffekte wollen wir hier vorstellen:

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Hallo Jena, hallo Dresden!

Aus Jena wird ein Bus erwartet. Mit einem gemeinsamen Aufruf der AAJ, des SDS und des Referats für Menschenrechte beim Stura der Friedrich Schiller Universität Jena (StuRa) wird nach Chemnitz mobilisiert wie auch von der URA aus Dresden .

Mobimaterial hier.

Über den Wolken…

Einen lesenswerten Artikel zur Gedenkkultur sowie den Umgang mit störendem Erinnern hat die AAK veröffentlicht:

Die Auseinandersetzungen mit neonazistischen Gedenkaufmärschen im Kontext der Bombardierung deutscher Städte im Verlauf des Zweiten Weltkriegs waren schon immer mehr als ‚simple’ Proteste gegen Neonaziaufmärsche oder -läden. Denn während es dort relativ einfach ist sich zumindest verbal von menschenverachtendem Gedankengut zu distanzieren oder die Problematik unter einer Standortdebatte zu verhandeln, hat der bürgerliche Protest im Rahmen des Gedenkens auch immer das Ansinnen, Inhalte zurück zu erobern und ins rechte Licht zu rücken. Da wird gestritten, das Gedenken nicht zu ‚instrumentalisieren’ ohne aber das Anliegen der Nazis ernst zu nehmen und sich zu fragen, warum sich gerade die Bombardierungstrauerfeiern so hervorragend in ein neonazistisches Weltbild eingliedern. Selbstverständlich: Die Rhetorik stößt an. ‚Bombenholocaust’ und ‚alliierte Luftgangster’ sind unpässliche Begrifflichkeiten bei der Inszenierung einer geläuterten und weltoffenen deutschen Nation.

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PS: Fasching

Die RHG setzt sich auch mit der Exekutive auseinander:

Nun muss Guido Knopp nach Jahrzehnten, in denen er mit seinen unkritischen, teilweise revisionistischen Sendungen recht deutschentauglich dem Massenpublikum wieder „Lust auf Geschichte“ gemacht hat, seinen Hut nehmen.

Eine Person, welche zumindest den Chemnitzer_innen zukünftig Lust auf Geschichte machen könnte, ist der närrische Miko Runkel. Aber bevor der OB Kandidat der Linken in seiner neuen Paradeuniform in der Art eines bananenrepublikanischen Diktators als Frontmann auf dem Marktplatz das traurige Innenhalten moderieren darf, wird er, traditionell wie jedes Jahr, nochmal die Hemdsärmel hochkrempeln und Nazis durch die Stadt eskortieren, damit wenigstens denen nicht wegen störender Linker noch die Lust auf Geschichte a la Guido Knopp vergehen muss.

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