Archiv für März 2009

Kritik am „Chemnitzer Friedenstag“ und dessen Gedenkpolitik anlässlich der Bombardierung von Chemnitz 1945

Ausgeblendete Realität

Es ist ein eigenartiges Phänomen, wie in Deutschland Städte ihre Bombardierung gegen Ende des Zweiten Weltkrieges entdecken und diese zum Anlass nehmen, endlich „deutschen Opfern“ zu gedenken. In den letzten Jahren erreichten revisionistische und revanchistische Forderungen, gestützt auf das Vorrücken der NPD in die Länderparlamente, ein immer größeres Publikum. Jedoch war der Eklat im sächsischen Landtag 2005 rund um die Rede des NPD Abgeordneten Jürgen W. Gansel zu den Luftangriffen auf Nazideutschland und im speziellen auf Dresden, in der er die alliierten Angriffe „Bombenholocaust“1 nennt, nicht der Startschuss zu einer Umdeutung der deutschen Geschichte, einer Relativierung des Holocausts und der Aufhebung der Täter – Opfer Beziehung zwischen nationalsozialistischem Deutschland und Alliierten. (mehr…)